 | "Eure Scheißstimmung, da seid ihr doch für verantwortlich und nicht wir. Das ist doch unglaublich. Was glaubt ihr eigentlich, wer euch alle finanziert. Die Leute in den Logen, denen wir die Gelder aus der Tasche ziehen." |  |
| |
Bayern-Manager Uli Hoeness | |
Ein Italiener, ein Franzose, ein Deutscher auf Montage in Arabien. Sie gucken WM und trinken ein Bierchen. Da taucht plötzlich die Polizei auf. "Sie trinken Alkohol, das ist verboten hier. Darauf stehen 50 Peitschenhiebe." Der gestrenge Scheich kratzt sich am Bart: "Okay, okay, es ist WM und Ihre Länder haben Grund zu feiern. Okay, ich gewähre jedem von Ihnen einen Wunsch." Der Italiener: "Ich möchte bitte ein Kissen auf den nackten Rücken!". Ausgepeitscht. Der Franzose:" Ich möchte bitte zwei Kissen auf den nackten Rücken." Wird ausgepeitscht. Der Scheich guckt den Deutschen an: "Weil Ihre Elf so toll gespielt hat bei der WM gewähre ich Ihnen persönlich zwei Wünsche." Der Deutsche kratzt sich am Kinn, dann sagt er: "Prima Sache. Dann möchte ich 100 Hiebe - und den Italiener auf den Rücken!"
|
"JBK"
"JBK" - er moderiert alles weg, was ihm in den Weg kommt. WM, Talks, Specials ... nur sich selbst nicht. Ehrlich: wie schön wären die Studios der Mainzer, ginge er in Dauer-Urlaub: Kerner. Fachlich super sind meist andere - so "Kloppo" und Urs, der Ex-Schiri letztes Jahr bei der WM. Die besitzen eines, was "JBK" leider fehlt: Kompetenz und Humor, oft sogar lupenreine Selbstironie. Davon ist Kerner weit entfernt. Plappert, quasselt und quasselt und quasselt. In seinen meist dreiteiligen Fragen an Gegenüber, die er nur peripher wahr zu nehmen scheint, ist immer schon die gewünschte Antwort (a)b)c)) eingebaut. Warum hat der Mann noch Studiogäste? Eines ist prima: Als Kommentator im Stadion müssen wir Kerner nicht mehr ertragen. Das hätte auch grade noch gefehlt.
|
Die Stadion-Abzocke boomt!
RAINER KALB
FRANKFURT - Die Bundesliga wird immer mehr zur eurofreien Zone. Auch im neuen Leverkusener Stadion wird bald die `Bayarena.Card´ Einzug halten. Der Trend in den Arenen lautet: Plastik- statt Bargeld.
Vorreiter war Schalke 04. Die Königsblauen führten die Stadionwährung `Knappe´ ein. Das System erinnert an Biermarken bei Volksfesten - nur ist es eben elektronisch. Viele Fans, vor allem Anhänger der Auswärtsmannschaften, halten diese `Währung´ allerdings für Abzockerei.
Zwar gibt es in der Pause schneller Würstchen und Bier, weil der Zeitverlust bei der Herausgabe von Wechselgeld entfällt. Will ein Besucher nach Spielende sein Guthaben aber wieder in die real existierende Währung zurücktauschen, muss er sich anstellen. Da aber meist Züge warten oder lange Rückfahrten anstehen, verzichten viele Zuschauer auf den Rücktausch.
Außerdem wechselt Schalke regelmäßig die Konterfeis der Spieler auf der Rückseite der Karte. Damit soll ein Sammlerwert geschaffen und die Fans animiert werden, auf die Auszahlung des Restguthabens zu verzichten.
Da ist Leverkusen kulanter. Das aufgeladene Guthaben von maximal 200 Euro kann nicht nur im Stadion konsumiert werden, sondern ist wie eine EC-Geldkarte auch im öffentlichen Nahverkehr, in einigen Geschäften oder Kiosken nutzbar. Mitglieder und Dauerkarten-Inhaber erhalten die Geldkarte automatisch, den anderen Besuchern wird der Kauf dringend empfohlen.
Bei Bayern München wurde die ArenaCard mit Eröffnung des neuen Stadions eingeführt. Der Fan wusste also von Beginn an Bescheid, dass Bargeld nichts mehr wert ist.
`Jeder Fan tätigt pro Besuch im Stadion im Schnitt zwei Transaktionen, das sind bei ausverkauftem Haus bis zu 150.000 Buchungsvorgänge innerhalb weniger Stunden´, erklärte Werner Götz von der AllianzArena: `Mit Bargeld kann man diese Transaktionen in dieser Zeit nicht so effektiv abwickeln. Die Wartezeiten vor den Kiosken belaufen sich auf ein bis zwei Minuten.´
Neue Wege werden auch bei 1899 Hoffenheim eingeschlagen. Der Aufsteiger hat sich mit der Goalgetter GmbH zusammen getan. Diese Firma betreibt auch das elektronische Kassierverfahren bei Eintracht Frankfurt, dem 1. FC Köln, dem Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern sowie dem Handball-Bundesligisten TBV Lemgo.
Damit ist die Karte bei all den genannten Klubs gültig - auch wenn der Besuch eines Fans von Hoffenheim bei einem Handballspiel in Lemgo unwahrscheinlich ist.
Das Unternehmens übernimmt komplett die Kosten für die Karten, das Kassensystem und die Abrechnungen. Auch die Betriebskosten und nötigen Investitionen gehen zu Lasten der Firma.
Im Gegenzug ist das Unternehmen Eigentümer des Restguthabens auf den Karten sowie des Pfandbetrags pro Karte in Höhe von zwei Euro und profitiert damit von den Zinsen. `Wir verwalten das Geld der Kunden. Aber die Kunden können das Guthaben oder den Pfandbetrag natürlich zurückverlangen´, erklärte Goalgetter-Vorstandsmitglied Frederik Herr.
Die beste Lösung für die Anhänger scheint der VfB Stuttgart gefunden zu haben .. Deren Fancard Premium kann weltweit auch als ganz normale Kreditkarte benutzt werden, ist also nicht an den Verein gebunden. Zudem gibt es Rabatte, unter anderem im Fanshop und an ausgewählten Tankstellen.
Nur Borussia Mönchengladbach leistet in Sachen Geldkarte Widerstand. Im Borussiapark wird die Bratwurst noch mit echten Euros bezahlt. `Wir haben das im Vorfeld mit unseren Fanklubs diskutiert´, sagte Borussia-Pressemann Markus Aretz: `Die empfanden ein Kartensystem als Abzocke und Vernichtung der Fankultur. Da haben wir es gelassen.´
|