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Klinsmann weg! Bayern-Bosse ziehen die Reißleine, ehe ..
Das war`s
PIERRE ARZBERG/ RAINER KALB
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WOLFSBURG/MÜNCHEN - Rumms! Sie haben ihn gefeuert!
„Natürlich bin ich im Moment sehr enttäuscht. Trotzdem möchte ich mich von Herzen beim FC Bayern München, seinen Fans, den Trainern, den Spielern und den Mitarbeitern für eine ereignisreiche Zeit bedanken. Wir haben den Grundstein gelegt für die Zukunft. Ich glaube noch immer daran, dass die Mannschaft in dieser Saison Deutscher Meister werden kann.“
Heute um 11.23 war`s aus.
In echter Zockermanier hatte Sturkopf Klinsmann noch auf eine späte Wende gehofft, nachdem Wolfsburg gestern 0:2 in Cottbus verlor.
Er wollte sich weiter von Spieltag zu Spieltag hangeln - obwohl er auf einem dürren Ast saß.
Die Bayern-Bosse trauten ihm das "Happy End" nicht mehr zu, zogen die "Reißleine" - so Rummenigge.
Und Hoeneß, der bei der heutigen PK wie versteinert wirkte und ungehalten, verriet mürrisch: "Jürgen hat wohl gehofft, daß Wolfsburgs 0:2 für uns wichtig ist, aber nein, wir haben gesagt: jetzt erst recht! Wir nützen den neuen Schwung in neuer Konstellation!"
Es wäre die POINTE der Saison, gewännen die Bayern tatsächlich noch den Titel - ohne Klinsmann.
Mit JUPP HEYNCKES, dessen erstes "Endspiel" ausgerechnet gegen seine Ex-Gladbacher geht ...
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Das fragten wir noch gestern, nach dem leblosen 0:1 gegen Schalke:
Klinsmann, wie lange noch? Wenn die Bayern-Bosse, zögerlich, fast feige, allesamt sprachlos (außer Beckenbauer) noch einen dezenten Hinweis gebraucht haben, daß das mit ihrem Trainerlehrling nichts mehr wird, dann war es das 0:1 gegen Schalke.
Am Sonntag tagten die Herren bis in den späten Abend...
Jupp Heynckes wurde bereits auf der Haupttribüne gesichtet - ein Zufall?
Antwort: NEIN! Heynckes spielt nun den
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Feuerwehrmann bis Ende Saison.
Schalke 0:1? Planlos, ohne sichtbares Konzept, ohne Leidenschaft verloren die Münchner dieses sehr wichtige Spiel. Erstaunlich.
Schon seit Wochen ist da dieser fatale Eindruck, daß die Mannschaft zwar nicht gegen Klinsmann spielt, aber auch nicht für ihn.
Gegen Schalke hatten sie zehn Spiele lang nicht verloren - jetzt schon.
Zufall?
Das Team bäumte sich nicht auf, in keiner Phase. Es vermittelte den 69 000 in der Arena auch nicht unbedingt den Eindruck, mit aller Macht um die letzte Meisterchance zu kämpfen.
Obwohl Klinsmann dies - wie schon so oft! - im Vorfeld des Spiels wortreich ankündigte: "Wir sind heiß!" - "Das wird eine heiße Kiste!" - "Wir freuen uns auf das Spiel!" - "Wir wollen Meister werden! Und wir werden Meister!"
Pustekuchen.
So Quassel-Klinsi.
Durchhalteparolen, leere Worte, wieder mal.
Klinsmann Abschied - scheibchenweise - ist weiter auf dem Weg.
SALAMI KLINSI.
Die Frage ist nun - fünf Spiele vor Ultimo - ob es noch Sinn macht, Klinsmann rechtzeitig zu feuern?
Rechtzeitig jedenfalls, bevor er auch noch Platz 2 vergeigt, den Multi-Mio-Platz für die Champions League.
Wie groß der Realitätsverlust bei ihm ist, zeigte die Einschätzung noch in der letzten Woche: "Wir haben alle unsere Ziele mehr als erreicht."
Späßle, Klinsi? Oder was?
Klar wird er von sich aus nicht hinwerfen, sonst wäre ja die Multi-Mio-Abfindung hinfällig; nein, Klinsmann macht weiter, bis zum bitteren Ende.
Schon das zähe 1:0 gegen Arminia letzte Woche bejubelte Klinsmann im Verein mit Hoeneß, als hätten sie grade die CL geholt.
Die beiden - eine Schicksalgemeinschaft. Hoeneß dürfte sich aber inzwischen in einer ruhigen Minute fragen, ob es für ihn (als Vorgesetzten!)
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so ein kluger Zug war, sich neben Klinsmann auf die Bank zu setzen ...
"Platz zwei reicht," sagt wiederum Beckenbauer. Die Ansprüche sind bescheiden geworden.
Motto: Hauptsache Champions League Qualifikation! Denn sonst ...
Als Nachfolger wird hinter den Kulissen immer öfter MATTHIAS SAMMER geraunt.
Auch Manager ULI HOENESS muß sich fragen lassen, ob er noch der alte ist.
Wir meinen: NEIN.
Nach dem kostspieligen Reinfall mit DEISLER in zweistelliger Millionenhöhe wäre Klinsmann der zweite superteure Fehlgriff von Hoeneß innerhalb kurzer Zeit.
Geschätzte 25 Mio Euro wären fällig für den vorzeitigen Abschied vom Gesamtpaket Klinsmann
Die "SZ" berichtet, daß Franz Beckenbauer ernsthaft erwäge, weiterzumachen - über sein Amtsende Ende 2009 hinaus.
Sicherlich nicht, weil alles beim FCB so super läuft ...
Die FAZ nüchtern: "Das Münchner Fußball-Ensemble mutet im Augenblick aber auch zusammenhanglos an, weil es von einem Trainer angeleitet wird, dessen Lehrsätze denen eines schlechten Unternehmensberaters ähneln. Manchmal wirken die zuletzt in Wolfsburg und Barcelona gedemütigten Bayern so, als hätte sich ihrer vor rund neun Monaten einer dieser Investmentbanker bemächtigt."
Je länger man den Eindrücken dieses Debakel für den FCB nachspürt, desto grotesker mutet die immense Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit auf Seiten der Münchner Macher an.
WOVON REDEN DIE SEIT WOCHEN?
In welchem Wolkenkuckucksheim lümmeln die?
Sie reden und reden und halten nichts.
Große Klappe, Klinsmann, nichts dahinter.
"Helm auf und durch," witzelte der Coach-Kasper jetzt doch glatt. Er wolle "weitermachen", er erreiche die desolate Truppe "sehr wohl" noch...
Na, dann, viel Glück auch.
Felix Magath
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muß jetzt ziemlich brutal aufpassen, daß er nicht Meister wird. Wo das doch erst „für 2011“ vorgesehen wäre.
Meisterhügel? Magath: „Klar, dafür ist der doch gebaut worden!“
Na, also.
Die Diskrepanz zwischen den Sprüchen Klinsmanns und den gezeigten Leistungen seines Teams wird immer augenscheinlicher.
Mittlerweile stellt man sich die Frage, wie es denn wirklich mit dem Verhältnis Klinsmanns zur Mannschaft bestellt ist? Die kickt nämlich mit Regelmäßigkeit das exakte Gegenteil von Klinsmanns Vorgaben und Vorstellungen (falls er solche überhaupt hat).
DIE GRETCHENFRAGE: Liegt es an Klinsmanns Künsten, oder am schlechten Hinhören der Herren Stars?
21 Monate führt Magath bei den „Wölfen“ nun das Zepter. Seine Familie mit fünf Kindern wohnt immer noch ohne den fernen Papa in München.
Das ist ein verdammt hoher Preis für den Erfolg. Aber Magath zahlt ihn. Er bezieht aus dieser Härte seine ganz persönliche Motivation.
Vom Titelgewinn spricht er weiter zögerlich.
Magath nennt den Titel „das Andere“, über welches „man“ dann nachdenken werde, wenn… Aber erst dann, wenn …
Magath ist der Fuchs der „Wölfe“.
Das „wenn“ kommt immer näher in Reichweite. Er weiß das.
Die „Wölfe“ - Anschleichen, lauern, dann zupacken.
Magath hat ziemlich gute Karten in diesem Meisterkampf.
Er braucht sich mit seiner hungrigen Truppe, die hinten neutralisiert und vorne mit Grafite & Dzeko brilliert, nur noch auf die Liga konzentrieren und hat Heimvorteil in den Schlüsselspielen.
Magaths „Wölfe“ – die haben eine echte Chance zum Coup.
Wolfsburg, der VW der Liga. Und läuft und läuft und läuft.
Nichts Spektakuläres auch hier, aber sehr hohe Verlässlichkeit und Laufruhe.
Fast hätten wir gesagt: KONSTANZ. Dies übrigens das „Fremdwort“ der Saison.
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